Praxis Röhl


Ziel: Das Ziel des therapeutischen Arbeitens besteht in der Auflösung von Situationen, in denen Familienmitglieder oder Beziehungspartner sich gegenseitig behindern. Es werden Veränderungen angestrebt, die die persönliche Entwicklung der Familienmitglieder oder Beziehungspartner fördern.

Dies kann entweder bedeuten, dass die Familie oder Beziehung als Raum für fruchtbare Entwicklungen (wieder-)entdeckt und gestärkt wird, oder aber dass eine Akzeptanz erreicht wird für Familien- oder Beziehungsmodelle, die nicht von allen Beteiligen gleichermaßen befürwortet werden.

Ursprung: Die systemische Therapie basiert auf zwei theoretischen Säulen, dem Konstruktivismus einerseits und der soziologischen Systemtheorie andererseits. Kern des Konstruktivismus ist die Überzeugung, dass die erlebte Wirklichkeit eine unter bestimmten Bedingungen gestaltete eigene Schöpfung darstellt.

Die Grundidee der soziologischen Systemtheorie besteht darin, dass ein Verständnis individueller gesellschaftlicher Phänomene nur unter Bezug auf das gesellschaftliche Gesamtsystem möglich ist.

Methode: Die methodische Grundüberzeugung der systemischen Therapie besteht darin, dass sich ein krankes System Symptomträger sucht (z.B. das hyperaktive Kind, die frigide Ehefrau, der tückische Ehemann), die dann gerne pathologisiert werden. Weiterhin gilt der methodische Grundsatz, dass die Veränderung eines Systemmitglieds das gesamte System und damit auch alle anderen Systemmitglieder verändert.

Deshalb findet die systemtische Paar- und Familientherapie auch nicht mit Einzelpersonen statt, sondern immer mit mehreren oder sogar allen Mitgliedern einer Familie, bzw. mit beiden Beziehungspartnern. Interventionen sind z.B. Aufstellungen und zirkuläre Fragen (z.B. "Was meinen Sie, dass Ihr Partner über XYZ denken würde?").

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